Dachbeschichtung ist nicht gleich Dachbeschichtung. Das Gewerbe ist zurecht umstritten. Qualitätsunterschiede sind enorm.

Marder GmbH führt besondere Dachbeschichtungen aus, die nach Dachreinigung, Dachbeschichtung/Dachlackierung fast eine doppelte Schichtdicke aufweisen. Die höhere Schichtstärke sorgt für eine Dachbeschichtung, die deutlich länger hält, da diese nicht so schnell abbaut und verschleißt, sowie homogen und saturiert aussieht.

Viele Hausbesitzer sind bei der Auswahl der ausführenden Dachbeschichtungsfirma verunsichert, weil fast von allen Anbietern behauptet wird: sie seien die seriösesten und verwenden das beste Material. Dem Hausbesitzer ist es enorm schwierig die Leistungen der verschiedenen Anbietern zu vergleichen, zumal etliche Vergleichskriterien (außer dem Preis) nicht leicht zu erkennen sind. Der Hausbesitzer entscheidet häufig nach eigenem Bauchgefühl oder Sympathie des Verkäufers. Wir beanspruchen für uns keine Perfektion im Bereich der Dachreingung- und Dachbeschichtungsgewerbe und wollen an dieser Stelle nicht nur aufgrund unserer fast 20-jährigen Erfahrung in der Branche als auch angesichts der Tatsache, dass wir in den letzten Jahren vermehrt von Kunden, die eine Dachreinigung und Dachbeschichtung von nicht mehr “auffindbaren Betrieben” bekommen haben, für Nachbesserungen beauftragt worden sind, einige Ratschläge als leicht verständliche Hilfe geben, worauf bei der Beschichtung des Daches auf jeden Fall zu achten ist.

Dachreinigung ist nicht gleich Dachreinigung. Wir erklären die Unterschiede.

Nach Begutachtung des Daches erfolgt Dachreinigung. Das Reinigungsverfahren ist sehr wichtig und muss besonders gründlich gemacht werden, damit die Dachoberfläche optimal für die nachfolgende Grundierung vorbereitet wird. Dabei stützen wir uns auf genügend eigene Erfahrung in Sachen Intensität, Einfallwinkel des Wasserstrahls und Dauer der Reinigung bei schwierigen Stellen: Unterkanten und seitliche Überlappungen der Pfannen (Falze). Informationen dazu und viele weitere wichtigen Details finden Sie auf Dachreinigung

Grundierung

Weiter ist darauf zu achten, ob die Dachoberfläche wirklich grundiert wird. Viele Farbhersteller (darunter auch sehr renommierte) bestehen nicht darauf, dass die Verarbeiter bei der Beschichtung der Betonpfannen eine separate Grundierung verwenden, sondern empfehlen nur “sandende, mehlende oder sonst. nicht tragende, bzw. nicht feste Untergründe” separat zu grundieren. Mit einer Empfehlung dieser Art kann der Farbhersteller zwar leichteren Absatz finden, weil der Beschichtungsaufbau mit “seiner” Dachfarbe nicht so zeitintensiv wie bei den anderen Farbanbietern wäre. Allerdings verschafft man mit so einer Empfehlung viel “Spielraum” für die Verarbeiter und hilft nicht unbedingt zur Verbeserung der Qualität gerade in so einer häufig zurecht kritisierten Branche. Fragen Sie z.B. einen qualifizierten Malermeister, was er von einer Fassadenbeschichtung ohne separate Grundierung hält? Die Antwort ist leicht zu erahnen. Eine ähnliche Situation ergibt sich beim Beschichten von Dachoberflächen – sicher kann man beschichten ohne Grundierung, allerdings hält die Dachfarbe mit einer geigneten Grundierung nachweislich besser und länger. Bei mehreren Dachbeschichtungsbetrieben wird allerdings anstatt einer separaten Grundierung mit speziell dafür geeignetem Haftgrund direkt die Farbbeschichtung aufgetragen. Diese Farbbeschichtung wird mit bis zu 20-30% (je nach Verarbeiter) Wasser verdünnt, damit die etwas dünnflüssiger gewordene Dachfarbe schneller in die Poren eindringt. Diesen ersten Farbauftrag nennt man dann Grundschicht. Danach kommt eine zweite, unverdünnte oder bis 10% mit Wasser verdünnte Farbbeschichtung mit demselben Material, sog. Deckschicht. Durch solch eine Wortspielerei mit dem Begriff Grundschicht wird dem Kunden suggeriert eine separate Grundierung aufgetragen zu haben.

Detailliert über verschiedene Grundierungsmöglichkeiten und worauf hier zu achten ist, finden Sie im Abschnitt Dachbeschichtung. Ablauf-Grundierung

Zuletzt ist darauf zu achten, was für ein Beschichtungsmaterial nach Dachreinigung und Grundierung aufgetragen wird. Informationen über verschiedene Beschichtungsmateriale: wie Reinacrylat, Styrolacrylat (getarnt als Material auf Acrylatbasis oder Copolymeracrylat), Reinacrylat mit Nanopartikeln, Fluorpolyurethan verstärktes Reinacrylat, Teflon verstäktes Reinacrylat, Reinacrylat mit Silikon finden Sie unter Dachbeschichtung. Preise und Kosten

Dachbeschichtung

Unterschiede zwischen Dachbeschichtung (Dachlackierung) und Dachversiegelung oder Dachimprägnierung sowie  Differenzen bei der Beschichtung trocken in trocken im Vergleich zu nass in nass oder kreuz und quer und sonstige kleine Tricks, wie Dachbeschichtung nach Herstellerrichtlinien oder Dachbeschichtung mit absichtlich zu klein berechneter Dachfläche im Angebot finden Sie unter Dachbeschichtungen. Tricks und Maschen

Die größten Unterschiede entstehen allerdings bei der Verbrauchsmenge des Farbmaterials, die in der Branche nicht streng reguliert sind. Es sind nur durchschnittliche Angaben von Farbherstellern bekannt, die einen großen “Spielraum” lassen und gerne von einigen Beschichtern missachtet werden. Jeder Auftraggeber weiss, dass sein Dach zwei Mal beschichtet wird. Nur einzelne wissen, was für ein Beschichtungsmaterial gemommen wird, mit wie viel Liter pro Quadratmeter das Material aufgetragen wird, wie hoch der Festkörpergehalt von diesem Material ist und was für eine resultierende Schichtstärke der Dachlackierung entsteht. Über fatale Auswirkungen der geringen Gesamtschichtstärke (Trockenschichtdicke) auf die Haltbarkeit und Aussehen der Dachbeschichtung (bedingt duch permanentnen Abbau der Schichtstärke aufgrund der zahlreichen Witterungseinflüsse) können Sie hier nachlesen Dachbeschichtung. Preise und Kosten

Diese „hochqualitative“ Dachbeschichtung wurde ungefähr vor 9 Jahren durch einen Konkurrenzbetrieb durchgeführt. Das Angebot von Marder GmbH wurde mit der Begründung wir wären zu teuer, die andere Firma beschichte genauso wie wir – zwei Mal, abgelehnt. Unseren Vorschlag beide Angebote detaillierter unter die Lupe nehmen und zu vergleichen ob bei dem anderem Anbieter, genau wie bei uns 1,0-1,1 L/m² silikonharzveredeltes Reinacrylat verarbeitet wird mit resultierender Schichtstärke von 550µm, haben die eiligen Hausbesitzer ignoriert. Weitere Erklärungen über die Unterschiede zwischen den einzelnen Beschichtungsmaterialen und vor allem zwischen dem gesamten Materialverbrauch (auf gut Deutsch, wie dünn oder wie dick diese zwei Farbschichten sind) wurden von den recht bescheidenen Hausbesitzern als Zumutung empfunden. Auf die Frage, ob die Hausbesitzer wissen, wie lange diese Firma auf dem Markt ist, haben wir als Antwort erhalten: „Die hätten uns versichert eine führende Fachfirma zu sein, seit 25 Jahren tätig und wir bekämen 20 Jahre Garantie“. Unser Kommentar, was nach 9 Jahren daraus geworden ist, ist an dieser Stelle überflüssig und selbsterklärend.

Die Tatsache, dass dieses Dach innerhalb der Garantiezeiten nicht nachgebessert wurde, unterstreicht nochmal die Erkentnis, dass man lieber 2 Mal überprüfen soll, wie lange diese oder jene Firma unter der angegebenen HRA – oder HRB Nummer angetragen ist (dies können die Auftraggeber kostenfrei unter www.firmenwissen.de sowie www.unternehmensregister.de vornehmen), anstatt einer Aussage oder Internetreklame “wir sind seit 25 Jahren führend in Dachbeschichtungen” sofort zutraulich zu glauben.

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Bei dieser Dachbeschichtung haben die Eigentümer uns freundlicherweise die noch vorhandenen Auftragskopie und Prospekt gezeigt. Die Beschichtung ist laut dem Auftragsformular vor ca. 7 Jahren ausgeführt worden. Es war leider keine separate Grundierung erbracht worden: die erste Farbschicht wurde mit ca. 20% Wasser verdünnt und als “Grundschicht” bezeichnet. Die zweite Farbschicht hieß die “Deckschicht” – laut Unterlagen eine Nanobeschichtung, allerdings ohne näheren Angaben zum Material, resultierender Schichtstärke, Verbrauch oder ähnliches. Wenn man einen erfahrenen Malermeister fragt, was er von einer Fassadenbeschichtung ohne Grundierung hält, ist die Antwort leicht zu erahnen. Warum eigentlich bei Dachbeschichtungen die anderen technischen Voraussetzungen für eine qualitative Arbeit gelten sollen, bleibt ein Rätsel…Kein Wunder also, dass sogar eine hochwertige Dachfarbe ohne einer passenden Grundierung auf Dauer nicht hält und Abplatzungen aufweist.

Eine Nanobeschichtung als “Deckschicht” ist eigentlich sehr positiv zu beurteilen. Das Wort Nano ist in Deutschland jedoch kein geschützter Begriff. Man soll sich aus dem Grund vor dem Wort Nanobeschichtung nicht blenden lassen. Jeder Farbhersteller interpretiert es anders und verwendet unterschiedliche Komponenten um Nanoeffekt zu erreichen. In Wirklichkeit werden diese winzige Nanopartikel nach einigen Jahren vor allem durch die bleichende Sonne ziemlich schnell an der Dachoberfläche zerstört, so dass die “beste” Dachbehandlung auf Nanotechnologie (Stand 2019) nach lediglich 5 Jahren leider kein Abperleffekt sowie keine Nanoeigenschaften aufweist.