
Erst nach der Grundierung werden die Pfannen noch zweimal beschichtet: Eigentlich genauso wie die neuen Betonpfannen (nur das Wort „neu“ klingt zu faszinierend), die jetzt nicht mehr besandet werden, sondern bei der heutigen Produktion auf ähnliche Weise direkt vom Hersteller zweimal fabrikmäßig beschichtet sind. Eine Marder GmbH Beschichtung erfolgt im Airless-Sprühverfahren mit einem speziell entwickelten flüssigem Kunststoff: Reinacrylat veredelt mit Silikonharz, matt, seidenmatt oder seidenglänzend in beliebigen Farbtönen nach Kundenwunsch. Dieser flüssige Kunststoff ist lösemittelfrei, elastisch, strapazierfähig, sehr widerstandsfähig gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse, alkalibeständig und hat eine ausgezeichnete Deckkraft. UV - beständige Metalloxydpigmente sorgen für einen langfristig intensiven Farbton ohne schnelles Verblassen. Seit 2009 sind in diesem Kunststoff modifizierte nanoskalige, fotokatalytisch wirkende Pigmente (vor allem Titandioxyd TiO2 ) eingesetzt, die sich auf der Dachoberfläche ablagernden Schmutzpartikel durch Sonnenlicht abbauen.
Bei der ersten Schicht, achten wir genau darauf, dass die Unterkanten der Pfannen besonders ordentlich erfasst sind. Man muss mit dem Strahl der Airlesspistole mit etwas verkürztem Abstand zu den Pfannen (abhängig vom Winkel der Düse) langsam direkt gegen die Unterkante gleiten um nicht zuviel Material auf die anderen Segmente der Pfanne zu verteilen. Hieran kann man die Qualität der Beschichtung und des Beschichters messen. Bei der zweiten Schicht wird auf gleichmäßige und fließende Verteilung des Kunststoffes auf der Oberfläche besonderen Wert gelegt (so entsteht keine künstliche Farbbarriere, was für einen reibungslosen „Abperleffekt“ sorgt).Die zweite Schicht wird erst dann aufgetragen, nachdem die erste Schicht schon trocken ist.
Die Unterschiede zu der Beschichtung im s.g. „nass im nass“ - System entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Preis.
Der wichtigste Vorteil von unserem Material ist außer dem Abperleffekt an der Oberfläche der Dachpfannen durch selbstreinigende Wirkung vom Silicon die niedrigere µ (Wasserdampfdiffusionswiederstandszahl) im Vergleich zu Reinacrylat.
Bauphysikalischer Grundsatz ist: Sd-Wert = µ x Trockenschichtdicke
Der Sd-Wert ist die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke.
Dank Siliconinhalt sowohl bei der Grundierung als auch bei dem Beschichtungsmaterial wird eine bis zu 30% niedrigere µ erreicht als bei Reinacrylat. Demzufolge kann man mit unserem Material die gleichen Sd-Werte, wie bei Reinacrylat realisieren, indem man eine bis zu 30% dickere Schicht aufbringt.
Dadurch offenbaren sich weitere Vorteile: die Widerstandsfähigkeit der Beschichtung gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse wird deutlich verbessert. Die Oberfläche ist merkbar glatter. Außerdem erscheint der Farbton sichtbar einheitlicher und gleichmäßiger, besonders unter unterschiedlichen Blickwinkeln und Lichteinfall.
Die Beschichtung wirkt dann insgesamt viel intensiver und gesättigter, wird strapazierfähiger und langlebiger. Es ist kein Geheimnis, dass die Dachbeschichtung im Laufe der Jahre allein durch die Sonneneinstrahlung verschleißt und schrumpft. Durch die erhöhte Trockenschichtdicke hat die Marder GmbH Dachbeschichtung mehr Reserve um diesen negativen Einflüssen entgegen zu wirken.
Bei Reinacrylaten von führenden Farbherstellern gilt: jede 0,1L/ m² bringen im Schnitt ca. 45µm. Die realistische Schichtstärke kann hier maximal 400 µm betragen bei max. Verbrauch von ca. 0,9L/ m². Eine noch größere Schichtstärke ist wegen des höheren Sd-Wertes von Reinacrylat, welcher die Atmungsaktivität der Beschichtung negativ beeinflusst, nicht erreichbar. Wir erreichen mit unserem Material durch die vertraglich garantierte Litermenge von ca. 1,1—1,3L/m² bei mittlerer Besandung der Pfannen ca. 550—600 µm.
Damit ist die Marder GmbH Dachbeschichtung nicht so anfällig für Witterung, wie die Dachbeschichtung mit Reinacrylat, die unter den o.g. Bedingungen ausgeführt wird, geschweige denn, wie die sonst üblichen Standardbeschichtungen (darunter auch die mit Reinacrylat), bei denen ca. 0,5—0,7L/m² verbraucht werden. Diese Standardbeschichtung erreicht max. 300µm (die Hälfte unseres Wertes) und kann im Gegensatz zur Marder GmbH Dachbeschichtung gehobenen Ansprüchen bezüglich Haltbarkeit und Optik nicht entsprechen.
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