Dachbeschichtung – Beschichtungsablauf

Erst nach der Grundierung werden die Pfannen noch zweimal beschichtet: Eigentlich genauso wie produktionsneue Betonpfannen, die jetzt nicht mehr besandet werden, sondern heutzutage auf ähnliche Weise direkt vom Hersteller zweimal fabrikmäßig beschichtet sind. Die Marder GmbH Standard Dachbeschichtung erfolgt im Airless-Sprühverfahren mit einem speziell für gehobene Anforderungen von einem Konzern für uns entwickelten flüssigem Kunststoff: Reinacrylat veredelt mit Silikonharz. Dieser flüssige Kunststoff ist lösemittelfrei, elastisch, strapazierfähig, sehr widerstandsfähig gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse, alkalibeständig und hat eine ausgezeichnete Deckkraft. UV – beständige Metalloxydpigmente sorgen für einen langfristig intensiven Farbton ohne schnelles Verblassen. Seit 2013 sind in diesem Kunststoff modifizierte nanoskalige, fotokatalytisch wirkende Pigmente (vor allem Titandioxyd TiO2 ) eingesetzt, die sich auf der Dachoberfläche ablagernden Schmutzpartikel durch Sonnenlicht abbauen. Bei der ersten Schicht achten wir genau darauf, dass die Unterkanten der Pfannen besonders ordentlich erfasst sind. Diese Unterkanten sind bei alten Betonpfannen besonders rau und porös. Bei einer unzureichend satten Farblackierung entstehen genau an diesen Stellen algenartige Verschmutzungen zuerst. Die Bearbeitung von diesen Stellen erfordert Erfahrung und eine ausgereifte Technik. Man muss mit dem Strahl der Airlesspistole mit etwas verkürztem Abstand zu den Pfannen (abhängig vom Winkel der Düse) langsam direkt gegen die Unterkante gleiten um nicht zuviel Material auf die anderen Segmente der Pfanne zu verteilen. Daran kann man die Qualität der Beschichtung und des Beschichters messen. Bei der zweiten Schicht wird auf gleichmäßige und fließende Verteilung des Kunststoffes auf der Pfannenoberfläche besonderen Wert gelegt (so entsteht keine künstliche Farbbarriere, was für einen reibungslosen „Abperleffekt“ sorgt). Die zweite Schicht wird erst dann aufgetragen, wenn die erste Schicht schon trocken ist. Die Unterschiede zu der Beschichtung im s. g. nass in nass – System entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Dachbeschichtungen. Tricks und Maschen, P4

Der wichtigste Vorteil von unserem Material ist außer dem Abperleffekt an der Oberfläche der Dachpfannen durch selbstreinigende Wirkung vom Silikon die niedrigere µ (Wasserdampfdiffusionswiederstandszahl) im Vergleich zu Reinacrylat.

Bauphysikalischer Grundsatz ist: Sd-Wert = µ x Trockenschichtdicke (Schichtstärke). Der Sd-Wert ist die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke. Je niedriger der Sd-Wert ist, desto atmungsaktiver ist die Beschichtung.

Dank Silikoninhalt  bei der Grundierung als auch beim Beschichtungsmaterial wird eine bis zu 50% niedrigere µ erreicht als bei Reinacrylat. Demzufolge kann man mit unserem Material eine bis zu 50% dickere Schicht als bei Reinacrylat auftragen ohne den Sd-Wert zu erhöhen. Atmungsaktivität der Beschichtung wird so nicht gefährdet.

Dadurch offenbaren sich weitere Vorteile: die Widerstandsfähigkeit der Beschichtung gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse wird deutlich verbessert. Die Oberfläche ist merkbar glatter. Vertiefungen, in denen sich sonst Schmutzpartikel wie Sporen, Pollen oder Staub festsetzen können, lassen sich so weitgehend vermeiden. Deswegen kann ein Regenschauer diese oberflächlichen Ablagerungen leichter wegspülen. Außerdem erscheint der Farbton sichtbar einheitlicher und gleichmäßiger, besonders unter unterschiedlichen Blickwinkeln und Lichteinfall. Die Beschichtung wirkt dann insgesamt viel intensiver und gesättigter, wird strapazierfähiger und langlebiger. Es ist kein Geheimnis, dass die Dachbeschichtung im Laufe der Jahre durch verschiedene Witterungseinflüsse vor allem durch die Sonneneinstrahlung verschleißt und schwindet. Durch die erhöhte Trockenschichtdicke hat die Marder GmbH Standard Dachbeschichtung mehr Reserve um diesen negativen Einflüssen entgegen zu wirken. Bei Reinacrylaten von führenden Farbherstellern gilt: jede 0,1L/ m² liefern im Schnitt ca.45 – 50µm der Schichtstärke. Die Trockenschichtdicke kann hier maximal 350µm betragen bei max. Verbrauch von ca. 0,7L/ m². Eine noch größere Schichtstärke ist wegen des höheren Sd-Wertes von Reinacrylat, welcher die Atmungsaktivität der Beschichtung negativ beeinflusst, nicht erreichbar. Hier stößt Reinacrylat an seine Grenzen. Realistisch wird in der Branche bei einem Dach mit ca. 30-35 alten Betonpfannen durchschnittlich jedoch ca. 0,5L/ m² Reinacrylat verbraucht. Man erreicht dabei max. 250µm. Wir erreichen mit unserem Material durch die vertraglich garantierte Litermenge von ca. 1,1 L/m²  bei mittlerer Besandung der Pfannen ca. 550µm. Damit ist die Marder GmbH Standard Dachbeschichtung nicht so anfällig für Witterung, wie die Dachbeschichtung mit Reinacrylat oder nanopolyurethanverstärktem Reinacrylat, die unter den o.g. Bedingungen ausgeführt wird, geschweige denn, wie sonstige Dachbeschichtungen ohne separate Grundierung, bei denen in der Regel noch weniger Material verbraucht wird. So eine durchschnittliche Dachbeschichtung kann unserer Meinung nach seriösen Kundenanforderungen bezüglich der Haltbarkeit und Optik auf Dauer nicht genügen.

Von der Optik noch besser, qualitativer und haltbarer ist die Marder GmbH Premium Dachbeschichtung. Diese Beschichtung richtet sich an Kunden mit gehobenen Anforderungen für die Haltbarkeit und Aussehen und beinhaltet eine zusätzliche gesonderte Beschichtung der Unterkanten von Dachpfannen, die wir nach der Grundierung vornehmen. Die rauen, offenporigen Stellen an Unterkanten sind dann optimal verschlossen. Man verbraucht in diesem Fall noch etwas mehr Material, dafür aber bekommt an den Unterkanten spürbar glattere Oberfläche. Die Beschichtung hält dann noch länger und sieht optisch schöner aus. Wir gewähren in diesem Fall eine Sondergarantie auf keine Entstehung von Flechten und Moosen an der Dachoberfläche und auf ein homogenes, schattierungsfreies Aussehen. Siehe Abschnitt: Dachbeschichtung.Garantie.

Wie die Auswahl des Beschichtungsmaterials, verwendete Litermenge pro m² und damit erreichbare Schichtstärke den Preis der Dachbeschichtung beeinflussen, erfahren Sie unter Dachbeschichtung.Preise und Kosten