Dachbeschichtung vor künftig anstehendem Verkauf des Hauses

Viele Hauseigentümer lehnen die Dachbeschichtung mit der Begründung ab, dass man mit den Gedanken spielt, irgendwann, wenn man älter wird, das Haus zu verkaufen. „Es wird für uns mit zunehmenden Alter alles zu groß, zu umständlich“ wird oft argumentiert. „Wir werden irgendwann das Haus verkaufen und wollen aus dem Grund nicht mehr investieren. Wir kriegen beim Verkauf kein Cent mehr“. Natürlich haben diese Leute, was den künftigen Verkauf betrifft, eigene Erfahrungen oder Erfahrungen von den Nachbarn, Verwandten oder Bekannten im Hinterkopf.

Häufig sind diese Erfahrungen, als auch die Ratschläge der Immobilienmakler, die sich mit dem Verkauf des Objektes befasst haben, im Sinne der Wirtschaftlichkeit von Investitionen jeglicher Art ins Haus ablehnend. Unsere Meinung dazu ist differenziert. Erstens sind es häufig nur Pläne oder Gedanken. Bis man sich konkret mit dem Verkauf befasst, können je nach Umständen noch Jahre oder sogar Jahrzehnte vergehen. Warum sollte man sich in den „besten“ Jahren bei geordneten finanziellen Verhältnissen kaputt sparen und auf eine sinnvolle Investition, die auch Freude und Stolz auf das eigene Haus bereitet, verzichten, wenn man dadurch eine neue schöne Optik, ca. 20 Jahre zusätzliche Dichtigkeit des Daches, Vermeidung möglicher Dachreparaturen und Wertsteigerung der Immobilie erhält.

Zweitens sind diese Erfahrungen oder Ratschläge individuell zu betrachten: einem z.B. ungepflegten, nicht gedämmten Haus aus den 60-er Jahren mit alten, nicht erneuerten Fenstern, fehlenden Fassadenanstrich, schmutzigen Dach und verwahrlostem Grundstück hilft keine Dachbeschichtung mehr. Allein die Lage und Grundstücksgröße sind hier für den Verkauf entscheidend. Ein potentieller Käufer muss sowieso ein derartiges Haus von Grund auf sanieren, oder vor dem Neubau abreißen.

Drittens basieren viele dieser Ratschläge auf Erfahrungen, die vor vielen Jahren stattgefunden haben. Seitdem hat sich aber viel verändert: Immobilienpreise, Vertriebsmöglichkeiten, Verhalten der Kaufinteressenten, deren Gewohnheiten, Wünsche, Ansichte, etc. Eine neue „Internetgeneration“ ist jetzt auf Haussuche. Aufgrund stärkerer Nutzung moderner Medien und Kommunikationsgeräte hat diese Generation in unserem digitalen Zeitalter eine andere „bildliche“ Wahrnehmung eingehender Information.

Bei einem Immobilienkauf ist der erste Eindruck von der Immobilie ein entscheidender und oft unterschätzter Faktor. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie, bei der die Faktoren untersucht wurden, die bei einem Immobilienkauf eine Rolle spielen. Demnach gaben 82 Prozent der Befragten an, dass ein Immobilienkauf nur zustande kommen würde, wenn der erste Eindruck und das Bauchgefühl stimmen. Weiter geht aus dieser Studie hervor, dass unbewusste Entscheidungen das Kaufverhalten wesentlich stärker als rationale Argumente beeinflussen. Ca. 90 Sekunden sind entscheidend, ob der Kauf einer Immobilie in Erwägung gezogen wird, somit gibt es für den Verkäufer nur diese eine Chance. Denn eine zweite Chance bekommt er nicht um den ersten Eindruck zu korrigieren.
Was in anderen Bereichen z.B. beim Autokauf schon lange selbstverständlich ist (Verkäufer bereitet das Auto vor: ordentlich waschen, Kratzer retuschieren, frisch aufpolieren) setzt sich nun auch bei der Vermarktung einer Immobilie durch und erweist sich als durchaus sinnvoll.
Marder GmbH kann vor dem künftigen Verkauf eines geordneten und gepflegten Hauses eine Reinigung der vor Jahren gestrichenen Fassade, sowie eine Dachreinigung und nachfolgende Dachbeschichtung mit ruhigen Gewissens empfehlen. Mehrere Interessenten haben dies vor dem verplanten Verkauf mit uns erfolgreich gemacht. Es ist eine unwiderlegbare Tatsache, dass sich ein tadellos präsentiertes Objekt schneller und zu einem besseren Preis verkaufen lässt.

Nachfolgendes Beispiel bekräftigt unsere Überlegungen. In der WELT AM SONNTAG vom 03.06.2012 ist ein Artikel „Das Auge kauft mit“ erschienen, in dem über die Wertsteigerung der Immobilie bei einem schönen, professionell angelegten Garten berichtet wird. Die Ergebnisse hier zu Grunde liegender Studie sind auch für uns etwas unglaublich. Um sage und schreibe 18% wird der Wert der Immobilie angeblich gesteigert, wenn man einen schönen Garten von Fachspezialisten gestalten lässt.

Auch wenn man später erfährt, dass o.g. Studie von einem Gartengerätehersteller im Auftrag gegeben wurde und aus dem Grund vermutet (für Marder GmbH absolut berechtigt), dass die Ergebnisse auf irgendwelcher Weise verfälscht sind, beeindrucken die Zahlen immer noch.

Wenn man weiter versucht Parallelen zur Dachbeschichtung zu ziehen und außerdem nicht von 18%, sondern nur von bescheidenen 2%-3% ausgeht, ergibt sich folgendes Rechenbeispiel: Ein ca. 30 Jahre altes, durchschnittliches Einfamilienhaus in einer mittleren bis guten Wohnlage kostet heutzutage ca. 300.000 €. Eine hochwertige Dachbeschichtung, damit das Dach ohne Schattierungen, saturiert und wie neu aussieht, kostet im Schnitt nicht mehr als 4000 €, was ca.1,3% des momentanen Preises ist. Wenn man nach einer erfolgten Dachbeschichtung von 2%-3% Wertsteigerung ausgeht, hat sich die Maßnahme schon gelohnt.