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Preis

Für die gesamte Leistung wird Ihnen ein Festendpreis angeboten. Der Preis für die Dachbeschichtung richtet
sich nach mehreren Faktoren:

1. Das gemeinsam mit dem Kunden abgesprochene und je nach Qualität und gewünschter Haltbarkeit ausgesuchte Beschichtungsmaterial
2. Was wird unter einer Grundierung verstanden und ob eine separate Grundierung erfolgt ist?
3. Verbrauch des Materials und die daraus folgende gesamte Schichtstärke (Trockenschichtdicke) der Beschichtung
4. Festgestellte Fein,- Mittel,- oder Grobporigkeit (bis zu 40% mehr Farbmenge wird eingesaugt) der Pfannen
5. weitere Faktoren, wie gesamte Dachfläche, Neigung, Höhe, Verschmutzung, Zustand der Pfannen und des Firstes, etc.


An dieser Stelle wollen wir insbesondere die Punkte 2 und 3 erläutern

Auf den ersten Blick erwähnt jeder Anbieter von Dachbeschichtungen in seiner Vorgehensweise eine Grundierung. Scheinbar ist alles in Ordnung. Wenn man sich aber gewissenhaft in das übliche Angebot vertieft und weiter recherchiert, was eigentlich als eine Grundierung aufgetragen wird und wie das erfolgt, stellt man interessante Dinge fest.

Bei der überwiegenden Mehrheit der Konkurrenten wird anstatt einer separaten Grundierung mit speziell dafür geeignetem Haftgrund direkt die Farbbeschichtung aufgetragen. Diese Farbbeschichtung wird mit 5 – 20% (je nach Farbhersteller) Wasser verdünnt. Diesen ersten Farbauftrag nennt man dann „Grundierung“.

Danach kommt eine zweite, unverdünnte Farbbeschichtung mit demselben Material.

Bei manchen Anbietern steht schriftlich: „Nur bei Bedarf grundieren.“ Ob so ein Bedarf eintritt, wird laut Angebot vor Ort entschieden. Wer entscheidet also? – der ausführende Dachbeschichter. Dass er sich für eine separate Grundierung entscheidet (er wird dafür aber sicherlich nicht extra bezahlt) ist sehr fraglich, besonders wenn man begründen kann, dass der Farbhersteller nur „mehlende“ und „sandende“ Untergründe mit Haftgrund vorzubehandeln empfiehlt.

Zusammengefasst werden die Dachpfannen nach der Reinigung insgesamt nur zwei Mal bearbeitet, anstatt dessen, was der Hauseigentümer erwartet und was für eine wirklich hochwertige Beschichtung notwendig ist: eine separate Grundierung und zwei Farbschichten, also eine insgesamt dreimalige Pfannenbearbeitungen nach der Reinigung des Daches.

Die Beschichtung erfolgt bei nahezu allen Anbietern im Airlessverfahren, bei dem die Farbe durch die Düse versprüht wird. Die Düsen unterscheiden sich durch die verschiedenen Einspritzwinkel (die erste Zahl der Nummerierung an der Düse, bedeutet z.B. 4 = 40° Winkel; 5 = 50° Winkel etc.) und Einspritzmenge (die zweite und dritte Zahl der Nummerierung kennzeichnen die Größe der Öffnung an der Düse, wird in Tausendstel von der Maßeinheit „inch“ gemessen). Die für Dachbeschichtung am häufigsten verwendeten Düsengrößen sind: 17, 19, 21, 23.

Demzufolge kann man durch die Auswahl der Düse sehr unterschiedliche Farbmengen versprühen. Mann könnte z.B. mit einer 613 Düse (d.h. Winkel 60°; Düsengröße 13) trotz 2 Beschichtungsvorgängen insgesamt bis zu 5-mal weniger Farbe auftragen als mit einer 425 Düse. Ein ca. 200m² großes Dach mit grober Besandung der Pfannen könnte mit einer 613 Düse mit ca. 50L Farbe beschichtet werden, anstatt die für eine längere Haltbarkeit, glättere Oberfläche und Aussehen ohne Schattierungen benötigten ca. 250 L, die man mit einer 425 Düse erreicht. Bei Reinacrylaten von führenden Farbherstellern gilt: Jede 0,1 L/m² bringen ca. 45µm. D.h. mit 0,7 l/m² (welche viele Anbieter als Maximalverbrauch angeben) erreicht man gerade ca. 300µm der Trockenschichtdicke, die zwar für eine Standardbeschichtung ausreichen, aber einer wirklich hochwertigen Beschichtung garantiert nicht genügen.

Einige Anbieter verbrauchen noch weniger Farbe bei deren„Qualitätsbeschichtungen“. Das funktioniert folgendermaßen: Man erwähnt zwar im Angebot, dass die Beschichtung zwei Mal erfolgt, aber im s.g. „nass im nass“ System. In Wirklichkeit bedeutet das, dass der Beschichter ohne seine Position zu wechseln die gleiche Stelle, die durch die erste Farbschicht noch nass ist, innerhalb von wenigen Sekunden nochmals mit Farbe versieht. Man spart dadurch doppelt: erstens entsteht dadurch ein beträchtlicher Zeitgewinn, zweitens verbraucht der Beschichter noch weniger Farbe, weil die vorherige Schicht noch nicht in die Poren eingedrungen ist, und die nachfolgende Schicht, damit sie nicht runterläuft, dünner aufgetragen wird. Das Dach ist in diesem Fall realistisch nur ein Mal beschichtet.

Fazit: durch beträchtliche Zeit- und Materialersparnisse kann die ganze Dienstleistung natürlich preiswerter angeboten werden, dabei leidet die Qualität aber unvermeidlich. Zweimal beschichten ist nicht gleich „zweimal“ beschichten.

Liebe Interessenten, wir bitten Sie um Verständnis, dass aufgrund sehr großer Nachfrage nach unserer hochwertigen Dachbeschichtung die Wartezeit zwischen Auftragsvergabe und Ausführung 6-8 Wochen betragen kann.