Folgen
Verantwortung
Lösung
 
Impressum
Disclaimer

Tricks und Maschen

An dieser Stelle wollen wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Dachbeschichtungen einige Tricks erläutern, die häufig auch seriöse Konkurrenten verwenden. 

1. Beschichtung mit Brutto-Endsumme

Es wird zwischen dem Kunden und Handwerksbetrieb kein Festpreis vereinbart, sondern eine Brutto-Endsumme anstatt eines Festpreises angegeben. Laut BGB darf jedes Angebot bezüglich Handwerkleistungen in „begründeten Fällen“ um bis zu 20-25% überschritten werden. Die Gefahr besteht, dass viele Handwerker argumentieren können, während der Dacharbeiten etwas „Unvorhergesehenes“ entdeckt zu haben um eine Preiserhöhung zu rechtfertigen.

2. Beschichtung nach Herstellerrichtlinien

Alle Farbhersteller geben in ihren Technischen Merkblättern eine ungefähre  Verbrauchsmenge pro Schicht an. Viele Beschichter verbrauchen in Wirklichkeit nur diese festgelegte Farbmenge ohne zu berücksichtigen, dass in fast jedem Technischem Merkblatt steht: „ … nur Richtwerte, exakte Menge je nach Oberfläche durch Probebeschichtung ermitteln …“ Als Folge wird eine deutlich geringere Farbmenge als tatsächlich notwendig verbraucht, die zwar eine günstigere Preisgestaltung ermöglicht, jedoch nur aufgrund reduzierter Qualität.

3. Beschichtung mit absichtlich zu klein berechneter Dachfläche im Angebot

Im Angebot wird absichtlich eine kleinere Dachfläche als die tatsächlich vorhandene ausgewiesen. An dieser Fläche bemisst sich zunächst der Preis; natürlich ist das kein Festpreis. Während oder nach der Beschichtung wird aber oft argumentiert, dass man sich verzählt habe, Garage oder Anbau, etc. nicht berücksichtigte. Als Folge wird ein deutlich höherer Preis als der ehemals vereinbarte verlangt.

4. Beschichtung mit Anzahlung bzw. mit Teilzahlungen

Einige unserer Meinung nach sehr unseriösen Anbieter verlangen nach der Auftragsvergabe eine Anzahlung, angeblich um Material zu kaufen, mit der Gefahr, dass der Beschichter mit dem im Voraus bezahlten Geld untertaucht oder verschwindet. Ein ernstzunehmender Beschichtungsbetrieb hat normalerweise aber genug Material auf Lager. Auf ähnliche Weise funktioniert es bei einigen unserer „Konkurrenten“ Beschichtung mit Teilzahlungen. Nach der Reinigung wird z.B. 40% der Brutto-Endsumme als Teilzahlung verlangt: „Wir kommen morgen zum Beschichten!“ Es wurde noch kein Material eingesetzt, somit besteht eine große Gefahr, dass niemand mehr erscheint, sodass nur eine teure Reinigung verkauft wird.



5. Beschichtung mit z.B. 20% Preisnachlass für Referenz- oder Musterhäuser

Fast in jedem abgelegenen Dorf kann man heutzutage eine Dachbeschichtung finden. Es gibt bundesweit hunderttausende Musterhäuser. In Wirklichkeit ist dies kein Preis mit 20% Preisnachlass, sondern ein ganz normaler, vorher um 20% höher angesetzter Preis mit dem Ziel den Auftrag zu erhalten.

6. Reinigung mit Heißwasser

Hier meinen einige Anbieter, dass Heißwasser während der Reinigung erfolgreicher die Keime der Mikroorganismen, die noch in den Poren sitzen, abtötet. Wir teilen diese Erfahrungen nicht unbedingt, weil die herkömmlichen Heißwasserreinigungsgeräte eine Temperatur von nur max. 65° erreichen. Die Keime der Mikroorganismen, die für Moos- oder Flechtenerscheinung verantwortlich sind,
können aber bekannter Weise diese Temperaturen im Sommer aushalten. (die Dächer können unter direktem Sonnenlicht bis zu 75° aufheizen und trotzdem bleiben die Flechten) Andererseits haben diese Heißwasserreinigungsgeräte einen deutlich schwächeren Druck (nur bis 170 Bar), was nicht unbedingt zu einer porentiefen (mit allen inbegriffenen Nachteilen) Reinigung führt.


7. Niedriger qm Preis ohne vorherige Besichtigung des Objektes

Sehr oft werben verschiedene Anbieter mit einem scheinbar sehr günstigen Quadratmeterpreis ohne das Dach und alle Umstände überhaupt gesehen zu haben. Häufig übersieht aber der Interessent das kleine Wort „ab“ vor dem Quadratmeterpreis. Und wenn der potentielle Auftraggeber doch auf den in der Anzeige erwähnten niedrigen Preis besteht, dann ist zu erwarten, dass die Mehrwertsteuer noch obendrauf kommt, oder, dass der Beschichter viel weniger Farbe als nötig verwendet und ohne eine separate Grundierung auskommt um den günstigen Preis mit Mühe einzuhalten. Das Dach könnte auch deutlich steiler und höher sein als erwartet, was dann ?  Unserer Meinung nach ist das ein Versuch seitens des Beschichters einen unerfahrenen Schnäppchenjäger anzulocken. Im Nachhinein ist man aber cleverer. Die Wahrscheinlichkeit, dass so eine Beschichtung aufgrund der minderwertigen Materialien oder dünnerer Schichtstärke überhaupt 5 Jähre vernünftig übersteht ist sehr gering.