Dachbeschichtung und Photovoltaik


Die Zahl der Hausbesitzer, die in den letzten Jahren Photovoltaikanlagen aufs Dach montiert haben, ist rapide gestiegen. Wir haben auf unserer Website seit Jahren immer empfohlen die Dachpfannen noch vor einer geplanten Sonnenkollektorenmontage hochwertig zu beschichten. Die Sonnenmodule werden in der Regel nicht anstatt der Dachpfannen montiert, sie kommen obendrauf. Zwischen der Dachoberfläche und den Modulen bleibt bis zu 10 cm. Abstand. Die Feuchtigkeit gelangt während des Regens problemlos unter die Kollektoren und kann bei Minustemperaturen durch entstehende Ausdehnungskraft einige anfällige und schwache Pfannen sprengen, wodurch (weil unbemerkt) undichte Stellen entstehen können. Wir haben immer davor gewarnt, besonders unter dem Aspekt, dass die Sonnenkollektorenmontage eine langfristige Investition ist und die Amortisationszeit fast 15 Jahre beträgt. Leider agieren noch viele Hausbesitzer erstaunlicherweise sehr leichtfertig, indem sie die Sonnenmodule auf fast 50 Jahre alte und offenporige Dachpfannen oder schon sichtbar abgesplitterte Tonziegel montieren. Mehrere Hauseigentümer lassen die Dachsteine vorher prüfen, jedoch fälschlicherweise nur von Mitarbeitern der ausführenden Firma für die Montage der Kollektoren. Meistens sind die Photovoltaikspezialisten ehrlich, gut ausgebildet und warnen die Hausbesitzer bei schlechtem Zustand der Dachpfannen oder morscher Lattung. Leider, wie in jeder Branche, gibt es auch bei Photovoltaikfirmen „Berater“, die Gefahren sehen, registrieren, aber verschweigen oder herunterspielen. Zum einen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass scheinbar ein fast sicher geglaubter Auftrag doch nicht zustande kommt, oder für die Zeit der Instandsetzung, Reparaturen, nicht selten mit nachfolgender Dachbeschichtung, verschoben wird, da zusätzliche Kosten entstehen. Zum anderen sind solche „Berater“ gute Psychologen und wissen, an wen sich die Hausbesitzer im Falle einer Demontage und Wiedermontage der Module wenden werden – so verschafft man Folgeaufträge.

FazitVorsicht, wenn die Prüfung vom Dachzustand nur durch Photovoltaikspezialisten erfolgt.